Es ist Bananenbrot Nummer 11, dessen himmlisch-süßer Duft mir durch mein Instagram-Feed und meine obligatorische Schutzmaske in der Nase zu kribbeln scheint. Einer meiner abonnierten Accounts züchtet seit des Lockdowns Pflanzen in kleinen Marmeladengläsern, abgeschlossene Öko-systeme, die sich dank ihres perfekten ökologischen Gleichgewichts selbst gießen. Sogenannte Influencer, die Marketing-Perlen des zwanzigsten Jahrhunderts, halten grinsend Smoothies in allen Farben des Regenbogens in die Kamera, während im Hintergrund noch Farbeimer und Malerrollen, Überbleibsel des Projektes „Home DIY 2020“ auf ein produktives Wochenende verweisen.