Vermögensreporting – Welcher Anbieter passt zu meinem Geschäftsmodell?

2. Juli 2026

OWNLY FinTech GmbH · Blogartikel · ownly.de

Vermögensreporting –

Welcher Anbieter passt zu meinem Geschäftsmodell?

Ein Marktüberblick für Finanzberater, Family Offices, Banken und professionelle Dienstleister in Deutschland | Stand: Juni 2026

Wer das Vermögen anspruchsvoller Mandanten professionell betreut, steht früher oder später vor derselben Frage: Wie schaffe ich Transparenz über ein Portfolio, das sich aus börsennotierten Wertpapieren, Private-Equity-Beteiligungen, Immobilien und womöglich Kryptowerten zusammensetzt – und das bei Mandanten, die ihr Vermögen über mehrere Depots, Banken und Länder verteilt haben?

Die Antwort liegt in leistungsfähiger Vermögensreporting-Software. Doch der Markt ist unübersichtlich: Anbieter unterscheiden sich erheblich in Funktionsumfang, Zielgruppe, Investorenstruktur, Einstiegshürden und Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieser Beitrag gibt einen strukturierten, unabhängigen Überblick – mit aktuellen Angaben zu Preisen, wo diese öffentlich verfügbar sind.

Die Herausforderungen beim Vermögensreporting

1. Heterogene Assetklassen unter einem Dach

Moderne Vermögensstrukturen sind selten monolithisch. Ein typisches HNWI-Portfolio umfasst heute mindestens:

  • Börsennotierte Wertpapiere (Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs) über Depotbanken im In- und Ausland
  • Private Equity- und Venture-Capital-Beteiligungen mit unregelmäßigen Bewertungszyklen (quartalsweise NAVs, Capital Statements)
  • Direktimmobilien und Immobilienfonds mit individuellen Bewertungsmethoden (Gutachterwerte, automatisierte Bewertung via PriceHubble/bulwiengesa)
  • Alternative Investments: Hedgefonds, Rohstoffe, Kunstwerke, Sammlerstücke, Oldtimer, Yachten
  • Kryptowerte und digitale Assets auf verschiedenen Wallets und Exchanges mit volatilen Echtzeitkursen
  • Bankguthaben, Tagesgeldkonten, Festgelder, Versicherungsprodukte und Darlehen


Hinzu kommen Luxusinvestments, z.B. in Kunst, Oldtimer, Yachten oder Edelmetalle.

Jede dieser Assetklassen hat eigene Datenformate, Bewertungsrhythmen und Renditemetriken. Eine integrierte Reportinglösung muss all das normalisieren und in einer einheitlichen Systematik vergleichbar machen.

2. Heterogene Datenquellen und Schnittstellen

Die Herausforderung beginnt bei der Datenbeschaffung: Banken liefern MT940-Dateien, SWIFT-Nachrichten oder PDF-Depotauszüge. Manche bieten PSD2/Open-Banking-APIs an – aber Qualität und Vollständigkeit variieren erheblich. PE-Fonds liefern quartalsweise Capital Account Statements als PDF. Kryptobörsen stellen APIs bereit, die in der Praxis oft instabil oder nur sporadisch gepflegt sind. Immobilienverwaltungen exportieren Excel-Tabellen. Ein robustes Daten-Aggregations- und Normalisierungs-Framework ist daher das technische Herzstück jeder professionellen Reporting-Lösung.

3. Aufbereitung in entscheidungsrelevante Übersichten

Rohdaten allein sind wertlos. Entscheidend ist die Überführung in mandantentaugliche Übersichten: Gesamtvermögensentwicklung im Zeitverlauf, Asset-Allokation nach Klassen und Regionen, Renditemessung nach Zeitgewichtung (TWR) und Geldgewichtung (MWR/IRR), Währungsexposure, steuerlich relevante Erträge, Benchmark-Vergleiche, Liquiditätsplanung, Kostentransparenz. Professionelle Software liefert diese Reports auf Knopfdruck – im besten Fall individuell im Corporate Design des Beraters oder der Bank.

4. Einheitliche Systematik als Steuerungsbasis

Vermögensreporting ist kein Selbstzweck. Es dient der strategischen Steuerung: Liegt die Asset Allocation noch im Zielkorridor? Überschreiten einzelne Positionen definierte Risikobudgets? Welche Portfoliobausteine haben sich unterdurchschnittlich entwickelt? Nur eine einheitliche, konsistente Datenbasis ermöglicht fundierte Entscheidungen – und die laufende Kontrolle in Kunden- und Mandantengesprächen.

Wer benötigt Vermögensreporting-Software?

Der Bedarf zieht sich durch nahezu alle Berufsgruppen der Finanz- und Beratungsbranche. Die Anforderungsprofile unterscheiden sich dabei erheblich:

Nutzergruppe

Typischer Anwendungsfall

Privatkunden / HNWIs

Ganzheitliche Vermögensübersicht über Banken, Depots und Sachwerte hinweg; unabhängig von der Hausbank

Single Family Offices (SFO)

Reporting für eine Familie; Konsolidierung aller Vermögenswerte inkl. Beteiligungen, Immobilien, Kunst

Multi Family Offices (MFO)

Mandantenreporting für mehrere Familien auf einer skalierbaren, mandantenfähigen Plattform

Privatbanken / Wealth Management

Professionelles Client Reporting als Differenzierungsmerkmal; White-Label gegenüber Endkunden

Unabhängige Vermögensverwalter

Portfolioüberwachung, MiFID-Compliance, Performance-Messung im laufenden Mandatsverhältnis

Finanzberater / Honorarberater

Unabhängige Beratungsunterlage auf Basis konsolidierter Gesamtdaten; Beratungsdokumentation

Rechtsanwälte

Vermögensübersichten in Nachlassverfahren, Erbauseinandersetzungen, Scheidungsfolgesachen, Stiftungsrecht

Steuerberater / WP

Steuerlich relevante Erträge, Gewinnermittlung, Beteiligungsbewertungen für Jahresabschlusszwecke

Holdinggesellschaften

Konsolidiertes Beteiligungsreporting auf Holdingeben; Steuerung nach AuM und Cashflow

Stiftungen

Anlagerichtlinienüberwachung, Transparenz für Vorstand/Aufsichtsgremium, Stiftungsbuchhaltung

Entscheidungskriterien im Überblick

Bei der Wahl der richtigen Software empfehlen wir, folgende elf Dimensionen systematisch zu vergleichen:

  • Bedienbarkeit / UX: Wie intuitiv ist die Oberfläche? Kann ein Berater ohne IT-Support loslegen?
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Welches Leistungsspektrum wird für welche Lizenzkosten geboten?
  • Individualisierbarkeit / White-Label: Können Reports und Dashboards im eigenen CI gestaltet werden?
  • Assetklassenabdeckung: Wie breit und tief werden liquide und illiquide Assets abgebildet?
  • Kryptowerte: Werden digitale Assets und Wallet-Anbindungen unterstützt?
  • PE / Illiquide Investments: Können Private-Equity-Beteiligungen, Dachfonds-Strukturen und NAV-basierte Positionen vollständig dargestellt werden?
  • Einstiegspreis p. M.: Was kostet der Einstieg? Öffentlich kommunizierte Preise haben wir recherchiert, sonst: keine öffentlichen Angaben.
  • Implementierungsaufwand: Wie lange dauert das Onboarding? Ist eine IT-Abteilung erforderlich?
  • Primäre Zielgruppe: Für wen ist die Lösung primär entwickelt und optimiert?
  • Investorenstruktur: Inhabergeführt oder PE-finanziert? Dies beeinflusst Pricing, Roadmap und Produktstrategie.

Marktvergleich: Alle Anbieter auf einen Blick

Anbieter

Bedienbarkeit

Preis-Leistung

Individua-lisierbarkeit

Asset-klassen-abdeckung

Krypto

PE / Illiquide

Einstiegspreis p.M.

Implementier-aufwand

Primäre Zielgruppe

Investoren-struktur

OWNLY FinTech GmbH
ownly.de

★★★★★

★★★★★

★★★★☆

★★★★☆

Ja

Ja

ab 350 €

Niedrig

SFO, Finanz-berater, RA/StB

Mittel-ständisch, keine PE-Inv.

finaplus GmbH (inkl. wealthpilot)

finaplus.de · wealthpilot.com

★★★★☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★★☆

Begrenzt

Ja

Keine öffentl. Angaben

Mittel

Banken, Berater, MFO

Alpina Partners (PE)

fincite GmbH
fincite.de

★★★★☆

★★★☆☆

★★★★☆

★★★★☆

Begrenzt

Ja

Keine öffentl. Angaben

Hoch

Banken, Privat-banken, MFO

Externe Investoren

Etops Group AG
etops.com

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★★☆

★★★★★

Begrenzt

Ja

Keine öffentl. Angaben

Hoch

Banken, Vermögens-verwalter

Pollen Street Capital

QPLIX GmbH
qplix.com

★★★★☆

★★★☆☆

★★★★★

★★★★★

Ja

Ja

AuM-abhängig, Keine öffentl. Angaben

Hoch

SFO/MFO, Privat-banken

Deutsche Bank, Partech

iComps GmbH
icomps.de

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

Nein

Ja

Keine öffentl. Angaben

Mittel

Vermögens-verwalter, Family Offices

Keine bekannten externen Inv.

Bewertung: ★★★★★ = hervorragend · ★★★★☆ = gut · ★★★☆☆ = durchschnittlich · Preisangaben: öffentlich verfügbare Quellen, Stand Juni 2026

Die Anbieter im Einzelporträt

1. OWNLY FinTech GmbH  |  ownly.de

Gegründet: 2015, Hamburg  |  Sitz: Hamburg  |  Team: < 25 Mitarbeitende

Investorenstruktur: Inhabergeführt und mittelständisch. Keine institutionellen PE-Investoren. Finanziert durch private Gesellschafterfamilien seit 2023.

Stärken:

  • Hervorragende Bedienbarkeit – intuitiver Einstieg ohne IT-Support, schnelle Implementierung
  • Kompetitivstes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich; Einstieg ab 350 € pro Monat
  • Breite Assetklassen-Abdeckung inkl. Kryptowerte, Immobilien, Private Markets
  • White-Label-fähig: Reports und Dashboards individuell im CI des Nutzers gestaltbar
  • BaFin-reguliert (Kontoinformationsdienst); hohe Datensicherheit (ISO 27001, BSI-zertifiziertes Rechenzentrum in Deutschland)
  • Direkte Ansprechpartner; kein anonymes Ticketsystem – Kundennähe als strukturelles Merkmal
  • Kooperation mit QPLIX-Technologie für erweiterte Backend-Funktionalitäten (OWNLY Advisor)

Schwächen:

  • Geringere Bekanntheit als größere Wettbewerber mit PE-Backing und Marketingbudget
  • Team für Projekte im Aufbau – bei sehr großen, komplexen Implementierungen (>50 Nutzer) längere Vorlaufzeiten möglich
  • Noch keine vollständige institutionelle Portfolio-Management-Suite für Komplettlösungen auf Bankenniveau

Primäre Zielgruppe: Finanzberater, Honorarberater, Rechtsanwälte, Steuerberater, Single Family Offices, HNWIs, Holdinggesellschaften, Stiftungen

Preisinformation: Ab 350 €/Monat (öffentlich kommuniziert). Individuelle Pakete für RA/StB auf Anfrage. Kein AuM-abhängiges Preismodell.

2. finaplus GmbH (inkl. wealthpilot GmbH)  |  finaplus.de · wealthpilot.com

Gegründet: Finaplus 2023 (Fusion FinaSoft + PSplus); wealthpilot 2017 München → Übernahme Dez. 2025  |  Sitz: Mainz / München  |  Team: ca. 100+ Mitarbeitende

Investorenstruktur: Investor: Alpina Partners (PE). Wealthpilot wurde im Dezember 2025 von Finaplus übernommen. Zusammen bildet die Gruppe über 600 Mrd. EUR AuM ab.

Stärken:

  • Sehr breite Marktabdeckung: 5 der Top-10 unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland als Kunden (Finaplus)
  • Starke Bankenschnittstellen und Kernbankintegration; bewährter Standard bei Sparkassen- und Volksbankengruppe (wealthpilot)
  • Umfassender Beratungsprozess: Vom Client-Portal über Reporting bis zur Portfoliostrategie aus einer Hand
  • Hohe Skalierbarkeit für mittelgroße bis große Finanzinstitute

Schwächen:

  • Preisinformationen nicht öffentlich; nach Marktberichten eher auf mittlere bis große Institute ausgerichtet
  • Kryptowerte-Abdeckung begrenzt; bei exotischeren illiquiden Assetklassen weniger tief
  • Durch die Übernahme von wealthpilot entstehende Integrationskomplexität; Roadmap-Unsicherheit in der Übergangsphase
  • Strategische Ausrichtung durch PE-Investor Alpina Partners auf schnelles Wachstum und Marktkonsolidierung; langfristige Produktkontinuität zu beobachten

Primäre Zielgruppe: Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, unabhängige Vermögensverwalter, Multi Family Offices

Preisinformation: Keine öffentlichen Preisangaben. Individuelle Lizenzverhandlung, typischerweise auf institutionellen Betrieb ausgerichtet.

3. fincite GmbH  |  fincite.de

Gegründet: 2015, Frankfurt am Main  |  Sitz: Frankfurt am Main  |  Team: ca. 80 Mitarbeitende

Investorenstruktur: Externe Investoren vorhanden (Mehrere Finanzierungsrunden). Ausgezeichnet als WealthTech100 und ESGFintech100 (2024), Fintech Germany Award 2024.

Stärken:

  • Modulare All-in-One-Suite (fincite CIOS): Onboarding, Risikoprofiling, Beratung, Reporting, Compliance unter einem Dach
  • Tiefe MiFID-II-Compliance systemseitig verankert; Geeignetheitserklärungen automatisiert
  • 360°-Asset-Aggregation inkl. Immobilien (PriceHubble/Sprengnetter), Versicherungen, Unternehmensanteile
  • Starke Kundenbasis: Deutsche Bank, ABN AMRO, Berenberg, Hauck Aufhäuser Lampe, ING
  • Monte-Carlo-Simulationen und quantitative Risikoanalysen integriert

Schwächen:

  • Hoher Implementierungsaufwand; primär für Institutionen mit eigener IT-Kapazität geeignet
  • Kryptowerte-Integration begrenzt; Schwerpunkt liegt auf regulierten Finanzinstrumenten
  • Für kleinere Berater oder Family Offices ohne institutionelle IT-Infrastruktur weniger geeignet
  • Preisinformationen nicht öffentlich

Primäre Zielgruppe: Privatbanken, Vermögensverwalter, Multi Family Offices, digitale Challenger-Banken

Preisinformation: Keine öffentlichen Preisangaben. Modularer Aufbau; Einzelmodule (z. B. nur Reporting) buchbar.

4. Etops Group AG (inkl. niiio finance group AG)  |  etops.com

Gegründet: 2010, Zürich/München  |  Sitz: München (D-Einheit), Görlitz, Zürich (CH)  |  Team: 250+ Mitarbeitende (Gruppe)

Investorenstruktur: Pollen Street Capital (britischer PE-Investor). Teil einer europäischen Konsolidierungsgruppe (gegr. Dez. 2023). Weitere Beteiligungen: Fundsaccess, FundHero, Patronas, DSER (niiio).

Stärken:

  • Pan-europäische Aufstellung: stark in DACH, UK und kontinentaleuropäischen Märkten
  • Vollständige Investment-Wertschöpfungskette: Wealth Discovery (Reporting/Aggregation) + Asset Manager Pro (OMS/PMS auf institutionellem Niveau)
  • Über 2.000 Kunden aus Wealth und Asset Management; hohe Branchenreife
  • Etops Wealth Discovery: vollautomatisierte, hochpräzise Datenkonsolidierung mit integrierten Compliance-Kontrollen

Schwächen:

  • Implementierungsaufwand hoch; primär für Institutionen mit dedizierter IT-Abteilung ausgelegt
  • Durch laufende Konsolidierungsstrategie (Pollen Street Capital) können sich Roadmap-Prioritäten verschieben
  • Kein öffentliches Preismodell; institutionelle Preisgestaltung typisch
  • Für kleinere Einheiten (Finanzberater, kleine SFOs) möglicherweise überdimensioniert

Primäre Zielgruppe: Banken, Asset Manager, größere Vermögensverwalter, Family Offices mit institutionellem Anspruch

Preisinformation: Keine öffentlichen Preisangaben. Institutionelle Lizenzgestaltung; Demo auf Anfrage.

5. QPLIX GmbH  |  qplix.com

Gegründet: 2012, München  |  Sitz: München  |  Team: 120+ Mitarbeitende

Investorenstruktur: Deutsche Bank (strategische Beteiligung seit 2019); Partech (internationaler VC/PE, seit 2024). Beide halten gemeinsam eine Minderheitsbeteiligung. Gründergeführt.

Stärken:

  • Marktführend bei illiquiden Assetklassen: PE, Infrastruktur, VC, Kunst, Oldtimer, sogar Flugzeuge und Golfplätze abgebildet
  • 120+ Mrd. EUR AuM täglich auf der Plattform; hohe Reife und Skalierbarkeit
  • Höchste Individualisierbarkeit: skalierbare MongoDB-Datenbankarchitektur ermöglicht sehr granulare Filterung und Auswertung
  • EMEA-Expansion mit Unterstützung von Partech; Kunden u. a. BNP Paribas Fortis Family Office, Deutsche Bank Oppenheimer Family Office
  • Mobile App für Endkunden; White-Label-Client-Portal im Corporate Design
  • AuM-basiertes Preismodell – skaliert mit dem Kundenwachstum

Schwächen:

  • Bedienbarkeit im Vergleich zu neueren UX-getriebenen Lösungen aufwendiger (Stärke liegt in der Tiefe, nicht in der Einfachheit)
  • Implementierungsaufwand hoch; MongoDB-Infrastruktur erfordert Einarbeitung
  • Durch AuM-basiertes Preismodell für kleinere Einheiten oder Berater mit geringen verwalteten Volumina weniger attraktiv
  • Keine öffentlichen Pauschalpreise

Primäre Zielgruppe: Single und Multi Family Offices, Privatbanken, institutionelle Vermögensverwalter, Stiftungen, Fonds

Preisinformation: AuM-abhängiges Preismodell (monatliche Gebühr skaliert mit Komplexität und Größe der verwalteten Vermögen). Keine öffentlichen Pauschalpreise.

6. iComps GmbH  |  icomps.de

Gegründet: 1996, Bad Schwalbach  |  Sitz: Bad Schwalbach (Hessen)  |  Team: ca. 20–30 Mitarbeitende

Investorenstruktur: Keine bekannten externen institutionellen Investoren; inhabergeführt. Ältester Anbieter im Vergleich – mit entsprechender Marktreife und konservativer Entwicklungsstrategie.

Stärken:

  • Marktreife und langjährige Erfahrung seit 1996 – einer der etabliertesten Anbieter für Vermögenscontrolling im deutschsprachigen Raum
  • Modulares Outsourcing-Konzept: Kunden können Geschäftsprozesse (Transaktionserfassung, Abrechnungskontrolle, Verlustschwellenreporting) auslagern
  • 24/7-Online-Zugang auch bei vollständigem Outsourcing
  • Geeignet für Banken, Family Offices und Treuhänder, die etablierte Prozesse bevorzugen

Schwächen:

  • Kryptowerte werden nach aktuellem Stand nicht abgebildet
  • UX und Benutzeroberfläche spiegeln die Entstehungszeit der Software wider; weniger modern als neuere Wettbewerber
  • Keine öffentlich kommunizierten Preise
  • Deutlich kleineres Unternehmen als Mitbewerber mit PE-Backing; begrenzte Entwicklungsressourcen

Primäre Zielgruppe: Banken, Family Offices, Treuhandgesellschaften, Vermögensverwalter, Steuerberater

Preisinformation: Keine öffentlichen Preisangaben. Preismodell nach Nutzern und Modulen (ähnlich PSplus-Ansatz).

Exkurs: Inhabergeführt vs. PE-finanziert – was bedeutet das für Kunden?

Ein Aspekt, der bei der Auswahl häufig unterschätzt wird: die Eigentümerstruktur des Anbieters. Er hat direkten Einfluss auf Pricing, Produktstrategie und langfristige Partnerschaftsperspektive.

PE-finanzierte Anbieter:

Wealthpilot/finaplus (Alpina Partners), etops (Pollen Street Capital) und QPLIX (Deutsche Bank / Partech) haben institutionelle Investoren aufgenommen. Das bringt Wachstumskapital, aber auch einen veränderten Fokus: Skalierbarkeit und Exit-Optimierung treten neben oder an die Stelle reiner Produktentwicklung. Preise und Vertragsbedingungen können sich im Zuge weiterer Konsolidierungsschritte ändern. Kunden, die bei fincite oder etops neu einsteigen, sollten die laufenden M&A-Aktivitäten im Blick behalten.

Inhabergeführte Anbieter:

OWNLY FinTech und iComps sind inhabergeführt ohne institutionelle PE-Investoren. Das bedeutet direktere Entscheidungswege, stabilere Vertragsbedingungen und eine Produktstrategie, die nicht unter Exitdruck steht. Für Kunden, die eine langfristige, verlässliche Partnerschaft suchen, ist das ein relevantes Differenzierungsmerkmal – insbesondere dann, wenn die Abhängigkeit vom Softwareanbieter durch tief integrierte Datenprozesse hoch ist.

Fazit: Die passende Lösung je nach Geschäftsmodell

Die Wahl der richtigen Vermögensreporting-Software hängt von Geschäftsmodell, Mandantenstruktur, Budget und IT-Ressourcen ab. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – aber klare Muster:

  • Finanzberater und Honorarberater ohne IT-Abteilung: OWNLY FinTech – beste Bedienbarkeit, niedrigster Einstiegspreis (ab 350 €/Monat), direkte Betreuung.
  • Rechtsanwälte und Steuerberater (Nachlassverfahren, Scheidungsfolgesachen, Stiftungsrecht): OWNLY FinTech – schlanker Einstieg, mandatsbezogene Reporting-Logik, attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Single Family Offices mit gemischtem Portfolio (inkl. PE/Immobilien): OWNLY FinTech oder QPLIX – abhängig von Komplexitätsgrad und Budget. QPLIX für sehr hohe Strukturkomplexität.
  • Multi Family Offices und institutionelle Vermögensverwalter: finaplus/wealthpilot, fincite oder QPLIX – je nach Systemlandschaft und Integrationsbedarf.
  • Privatbanken und Banken mit Wealth-Management-Ambitionen: fincite oder etops – tiefe Compliance-Integration, institutionelle Skalierbarkeit.
  • Stiftungen und Holdinggesellschaften mit etablierten Prozessen: OWNLY FinTech, QPLIX oder iComps – je nach Anforderungsprofil und IT-Reifegrad.

Wenn Sie wissen möchten, ob OWNLY zu Ihrem spezifischen Geschäftsmodell passt, sprechen Sie uns gerne direkt an. Wir bieten eine kostenlose Erstberatung und eine individuelle Demo – ohne Vertriebsdruck.

OWNLY FinTech GmbH · Gertrudenstraße 9 · 20095 Hamburg · www.ownly.de · contact@ownly.de · Tel: +49 40 2093241 70

Angaben zu Mitbewerbern basieren auf öffentlich verfügbaren Quellen (Unternehmenswebsites, Pressemitteilungen, Fachpresse) mit Stand Juni 2026. Preisangaben Dritter ohne Gewähr.

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